Valpolicella         Montepulciano      Lambrusco    Frascati    Trebbiano                 

Chianti   Chardonnay       Soave                Sauvignion ...

zu diesen Weinen haben wir Ihnen einen kleinen Überblick zusammengestellt  

Italien zählt zu den klassischen Weinländern. Namen wie Chianti, Valpolicella oder Soave kennt fast jeder und auch Prosecco erfreut sich anhaltender Beliebtheit. In Italien wird mehr Wein als in jedem anderen Land erzeugt. Es gibt eine unglaubliche Vielzahl verschiedener Weinstile, was zum einem an ein paar hundert verschiedenen

angebauten Traubensorten liegt, zum anderen aber auch an den verschiedenen klimatischen Bedingungen der einzelnen Anbaugebiete und den vielen verschiedenen traditionellen Weinbereitungsverfahren.

 

 

 

 

Weintrinker - 1x1

Was heißt denn hier abbeeren und blind? -

Eine kleine Vokabularschule, ein kleiner
Leitfaden zur Weinwahl sowie die Wahl
der richtigen Serviertemperatur
.

 

Weinkenner-Vokabular

ABBEEREN ( auch ENTRAPPEN)

Abtrennen der Beeren von den Stielen (auch Kämme oder Rappen genannt) vor dem Mahlen und Pressen. 

ABGANG

Der Nachgeschmack, den der Wein nach dem Schlucken hinterläßt. Gehaltvolle, an Inhaltsstoffen reiche Weine sind nachhaltiger im Geschmack. Hat ein Wein keinen Abgang, spricht man von einem kurzen Wein. Bei der Bewertung eines Weines ist der Abgang von großer Bedeutung.

ABGEBAUT

Alternder Wein, der seine Frische verloren hat, wirkt matt und schal. Bei gut gelagerten, hochwertigen Rotweinen tritt dieses Entwicklungsstadium erst nach Jahren bis Jahrzehnten ein, ebenfalls bei qualitativ hochstehenden Weißweinen . Frühreife Rebsorten bauen rascher ab und sollten daher jung getrunken werden.

ABGERUNDET

Bezeichnung für einen ausgeglichenen Wein ohne störende Ecken und Kanten. Ein abgerundeter Wein ist nicht unbedingt ein Spitzenwein, er zählt meist zur guten Mittelklasse.

ABSTICH

Umfüllen eines Weines von einem Behälter in einen anderen unter gleichzeitiger Abtrennung des Trubes. Unter dem ersten Abstich versteht man das Abziehen des Weines von dem bei der Gärung entstandenen verderblichen Hefegeläger, das sich auf dem Boden abgesetzt hat. Geschieht das nicht rechtzeitig (Dezember bis Februar), so können durch den Zerfall des Hefetrubes übelriechende Hefeböckser oder gar Bakterienkrankheiten auftreten. Der zweite und dritte Abstich wird meist in Verbindung mit weiterem Klären, Schönen, Lüften oder Filtrieren durchgeführt.

ABSTOPPEN

Unterbrechen der Gärung durch Hinzufügen von Alkohol bei der Likörweinherstellung, um den Zuckergehalt im Most zu bewahren.

ALTERN

Weine sind jung, reif oder alt. Hier einige Faustregeln wann ein Wein am besten schmeckt:

Mostige Weine (2-5 Monate alt) : für Schorle oder Bowle

jung und frisch (1/2-1 Jahr alt): gute Kneipweine oder Tafelweine

reif und ausgebaut (2-20 Jahre, je nach Qualitätsstufe): für Weinkenner, zum besonderen Essen

alt, firn (10-50 Jahre): zu feierlichen Anlässen, Speisenbegleiter zu Wildgerichten

ANREGEND

Lebendiger, süffiger Wein, meist mit feiner, belebender Säure, der leicht und spielerisch über die Zunge gleitet und nicht beschwert, sondern zum Weitertrinken anregt.

ANREICHERN, AUFBESSERN

Zugabe von Rohrzucker zum Most, um einen höheren Alkoholgehalt des Weines zu erreichen, der dadurch geschmacklich eleganter und ausdrucksvoller wird.

ARTIG

Bezeichnung für einen ausgewogenen, gefälligen, nicht besonders hervortretenden Wein.

AUSLESE

Spitzenwein aus vollreifem, oft edelfaulem, ausgesuchtem Traubengut.

BLANK

Ausdruck für einen Wein, der keine Trubstoffe enthält und daher sauber und klar im Glase steht.

BLIND

Nicht völlig klarer Wein; die nächste Stufe ist trüb.

BÖCKSER

Ein Gärfehler, der dem Jungwein einen unangenehmen, im Extremfall an faule Eier erinnernden Geruch und Geschmack verleiht. Durch Lüften und Filtrieren kann dieser Weinfehler wieder behoben werden.

BOGREBE (STRECKER)

Die einjährige Rute, die beim Rebschnitt im Winter an der Rebe belassen wird; auf ihr wachsen dann die neuen, Trauben tragenden Sommertriebe.

BREIT

Bezeichnung für füllige, meist alkoholfreie Weine ohne Feinheiten, denen es an Säure fehlt.

BUKETT

Gesamtheit der charakteristischen Geruchsstoffe eines Weines, die auch den Geschmack prägen.

DEGORGIEREN

Aus dem Französischen abgeleiteter Ausdruck für das Enthefen von Schaumwein nach Abschluß des Rüttelns.

DEPOT

Feste Bestandteile, die sich während der Lagerung in der Weinflasche absetzen.

DESTILLATION

Verfahren zur Trennung zweier flüssiger Stoffe - bei der Weinbrandherstellung Alkohol und Wasser - auf der Grundlage unterschiedlicher Siedepunkte.

DOSAGE

Bei der Schaumweinbereitung der Zusatz von in Wein aufgelöstem Zucker, zunächst als Fülldosage zur Einleitung der zweiten Gärung, nach dem Degorgieren als Versanddosage zur Abstimmung des fertig vergorenen Schaumweins.     

 DÜNN

Meist abwertender Begriff für einen kleinen, leichten Wein, dem es an Alkohol, Extrakt- und Aromastoffen mangelt. 

      DURCHGEGOREN

Wein, der keine Restsüße mehr enthält, da der gesamte vergärbare Zucker bei der Gärung in Alkohol umgewandelt wurde.

ECKIG

Unharmonischer Wein, bei dem einzelne Geschmacksstoffe wie Säure, Alkohol oder Gerbstoffe zu sehr hervortreten.

EDELFIRNE

Im Gegensatz zur Firne noch positiver Geschmackseindruck bei alten Weinen.

EDELREIS

Das obere, fruchttragende Teilstück einer Pfropfrebe. Nur das Edelreis bestimmt die Art des gewonnenen Weines.

EXTRA BRUT

Bezeichnung für die trockensten Schaumweine (extra herb), die weniger als 6 g/l Restzucker enthalten.

EXTRAKT

Die Gesamtheit aller im Wein gelösten Stoffe, d.h. alle Stoffe, die beim Verdampfen eines Weines zurückbleiben, insbesondere Zucker, Säuren, Mineral-, Gerb- und Farbstoffe, Glycerin und Eiweiße.  

FAD

Kleiner, ausdrucksloser, meist säurearmer Wein.

FEIN

Weine mit quantitativ und qualitativ optimal entwickelten Inhaltsstoffen.

FEST

Wein mit kräftiger, kerniger, aber nicht unangenehme Säure. Steigerungen: stahlig und hart.

FEURIG

Bezeichnung für alkoholreiche, kräftige Weine.

FILTRIEREN

Verfahren zur Klärung des Weines vor dem Abfüllen in Flaschen.

FIRN, FIRNE

Alterston im Geruch und Geschmack von Weinen, die knapp jenseits ihres Reifehöhepunktes stehen.

FLACH

Ausdrucksloser, kleiner Wein ohne besondere Höhen und Tiefen; gleichbedeutend mit fade.

FRÜHLESE

Vorgezogene Lese, dei meist aufgrund von Hagelschlag oder Fäulnisbildung der Trauben notwendig wird.

FÜLLIG,FÜLLE

Körperreiche, vollmundige Weine mit hohem Extrakt und mittleren bis niedrigen Säurewerten.

GERBSTOFFE (TANNINE)

Organische Inhaltsstoffe des Weines mit zusammenziehendem Geschmack.

GESPRITZTER

Wein mit Sodawasser verdünnt, vor allem in Österreich verbreitet.

GLATT

Harmonischer, eleganter, süffiger Wein mit wenig Fülle und milder Säure.

GRASIG

- unangenehmer Beigeschmack des Weins, der meistens von unreifen Trauben und Stengeln herrührt.

- für bestimmte Rebsorten typische feine Geschmacksnote, z. B. beim Sauvignon Blanc.

GRÜN

Bezieht sich weniger auf die Farbe als auf das Geruchs- und Geschmacksbild. Bezeichnung für einen unreifen, unangenehm sauren Wein.

HART

Unangenehmer Geschmackston mit leicht zusammenziehender Wirkung auf die Schleimhäute, verursacht durch zu hohen Gerbstoffgehalt, teilweise auch zu hohe Säure. In der Jugend hart wirkende hochwertige Weine können mit längerer Lagerung gewinnen, indem sie sich mit den Jahren abrunden und gefälliger werden.

HYBRIDEN

Kreuzungen aus Europäer- und Amerikanerreben. Die angestrebte Züchtung schädlingsresistenter Sorten ist nicht geglückt. Wegen ihrer geringen Weinqualität ist ihr Anbau in der EU untersagt.

JEROBOAM

Riesenweinflasche mit einem Fassungsvermögen von 4,5 l, also sechs Normalflaschen.

JUNGFERNWEIN

Wein aus der ersten Lese eines neubepflanzten Weinbergs, die meist im dritten Jahr nach der Neuanlage eingebracht wird. Nach vier Jahren Standzeit wird mit dem ersten vollen Ertrag gerechnet.

KAMM; RAPPEN

Stielgerüst der Traube. Bei der Rotweinbereitung trennt man die Kämme wegen ihres hohen Gerbstoffgehaltes von den Beeren ab, damit bei der Maischegärung nicht zu viel Gerbstoffe in den Wein gelangen. Auch bei der Bereitung guter Weißweine empfiehlt sich das Abbeeren vor dem Keltern. Nach dem Auspressen können die Kämme als Viehfutter oder organischer Dünger für den Weinberg verwendet werden.

KELTER

Presse zum Ausdrücken des Saftes aus der Traubenbeere.

KNOCHIG

Kräftiger Wein mit übermäßig hervortretender, jedoch nicht spitzer Säure, unangenehm, grob und kantig im Geschmack.

KOERPER

Der Körper ist die innere Substanz des Weines. Als körperlich bezeichnet man Weine, die reichlich Extrakt, Alkohol und eine angenehm betonte Säure aufweisen. 

KRATZIG

Weine, die "im Hals kratzen". Sie enthalten meist Spuren von Essigsäure oder zuviel freie schweflige Säure und sollten beanstandet werden.

LESE

Traubenernte. In Mitteleuropa findet die Weinlese Ende September bis Ende Oktober statt, in südlichen Ländern ein bis drei Wochen früher. Die Ernte von Spät-  und Auslesen zieht sich bis November hin. 

LUFTTON

Wein, der im Verlauf seines Ausbaus oder seiner Lagerung zu viel mit Luft in Berührung kam, etwa in angebrochenen Fässern oder auch Flaschen, verliert an Frische und Bukett und nimmt einen eigenartigen, breiten Geschmack und Geruch an.

MAISCHE

Gemahlene, zerquetschte Trauben vor der Kelterung. 100 Liter Maische ergeben im Durchschnitt 75 Liter Wein.

MATT

Schal schmeckender Wein ohne Ausdruck und Frische.

MOST

Frisch abgepresster Traubensaft, bei dem die Gärung noch nicht eingesetzt hat.

NERVIG

Ausdruck für kräftige, ausdrucksvolle, säurebetonte Weine mit einer gewissen Finesse, meist Weißweine.

PFROPFREBE

Pflanzrebe, die aus der Verbindung von zwei Holzteilen verschiedener Rebarten entstanden ist. 

PIFFCHE

Glas mit 0,1 l Inhalt im Rheingau.

PIKANT

Elegante, lebendige, nicht zu schwere Weine, die sich durch eine besonders feinfruchtige, ansprechende Säure auszeichnen.

PLUMP

Bezeichnung für schwere, alkohol- und extraktreiche Weine mit wenig Säure und Charakter. 

RAHN

Bezeichnung für einen Wein mit unangenehm schalem Geschmack, verursacht durch zuviel Luftkontakt.

RASSIG

Bezeichnung für einen herzhaften, lebendigen Wein mit fruchtiger, erfrischender Säure. Charakteristisch für viele Riesling-Weine.

REFRAKTOMETER

Optisches Messgerät zur Bestimmung des Zuckergehaltes von Traubensaft.

ROTLING

Hellroter Wein, der durch Verschnitt von Weiß- und Rotweintrauben oder deren Maische hergestellt wird. 

RUTE

Trieb des Rebstocks, der im Lauf eines Sommers gewachsen und im folgenden Herbst verholzt ist. 

SAUSER

Noch stark gärender, süß schmeckender Most. Durch den Gärprozess entweichen große Mengen Kohlensäure, die den Most "brausen" oder "sausen" lassen.

SCHAL

Wein ohne Frische, der leer und matt schmeckt. Bedingt durch Überalterung oder Luftgeschmack.

SCHAUMWEIN

Oberbegriff für echte, aus dem Saft von Trauben gewonnene Weine, die einen Kohlensäureüberdruck von mindestens 3 bar aufweisen.

SCHWANZ

Die Geschmacksempfindung, die nach dem Hinunterschlucken eines Weines noch anhält; man sagt auch, der Wein ist nachhaltig.

SCHWER

Bezeichnung für alkoholreiche Weine mit viel Extrakt.

STAHLIG

Ausgeprägt säurebetonter Wein; Steigerungsform von nervig, rassig.

SÜFFIG

Leichte, gefällige Weine einfacher Qualität, die zum Weitertrinken animieren.

TRESTER

Die nach dem Pressen in der Kelter zurückbleibende Masse aus Beerenschalen, Kernen und Kämmen. Im Durchschnitt kann man mit etwa 25 kg Trester aus 100 Litern Maische rechnen. Trester wird zu Tresterschnaps weiterverarbeitet oder als organischer Dünger verwendet.

WEICH

Säurearmer, milder Wein, dem es an Rasse fehlt.

WEINSTEIN

Schwerlösliches Kaliumsalz der Weinsäure, das in rhombischen Kristallen ausfällt und in Flaschenweinen ein Depot bilden kann. Weinstein ist ein natürlicher Bestandteil von Most und Wein, völlig geschmacksneutral und daher kein Grund zur Beanstandung, sondern eher ein Zeichen für Qualität, da Weinsäure in reifen Trauben relativ stärker vertreten ist als in unreifen.

WUCHTIG

Schwerer, voller Wein mit viel Körper; oft zutreffend für Weine, die in guten Jahren auf schweren Böden gewachsen sind.

ZART

Bezeichnung für einen feinen, delikaten Wein.

 

            Noch ein paar Worte zum Temperieren der Weine...